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JobGeflüster Der Sprung in die berufliche Selbstständigkeit

 


Bild:Maridav/stockxpert.com

Antje Rein hat ihn gewagt.Wer und was ihr dabei geholfen hat, erzählt sie hier.

Wenn ich anderen erzähle, dass ich selbstständig-freiberuflich arbeite, ernte ich oft großes Erstaunen. „Da braucht man aber Mut zu …“ oder „Dass du das gewagt hast!“. Es hat mich tatsächlich einigen Mut gekostet, meine feste Arbeitsstelle aufzugeben und mich beruflich auf eigene Füße in eigener Beratungspraxis zu stellen. Nachdem die Entscheidung dann aber getroffen war, kameine regelrechte Lawine an offenen Türen auf mich zu. Es ergaben sich Möglichkeiten für einen geförderten Einstieg in die Selbstständigkeit und jede Menge Hilfsangebote von Profis.
Einige, für mich sehr wichtige Eckpunkte und Unterstützermöchte ich benennen, damit auch andere Frauen, die sichmit dem Gedanken an eine berufliche Selbstständigkeit tragen, davon profitieren können.

1. Sich mit der Entscheidung Zeit lassen und im Nebenberuf beginnen

Lange bevor für mich feststand, dass es beruflich in eine neue Richtung gehen soll und muss, habe ich mich im Nebenerwerb darauf vorbereitet. Bereits vor 13 Jahren besuchte ich die erste Beraterweiterbildung und habe fast jeden Cent, den ich nebenberuflich verdiente, in weitere Kurse und Ausbildungen gesteckt. In diesen Jahren ist ein großes Netzwerk von Personen und Institutionen entstanden, auf das ich heute zurückgreifen kann.

2. Den richtigen Zeitpunkt wählen

Für mich war immer klar – so lange meine Kinder noch klein sind und mich vor Ort brauchen, ist an eine Selbstständigkeit nicht zu denken. Als unsere jüngste Tochter zehn wurde, schien mir das ein guter Zeitpunkt zu sein. Hinzu kamen eine zunehmende Unzufriedenheit in der festen Anstellung, sowie wachsende Aufträge im Nebenerwerb. Eine Konfliktsituation auf der Arbeit brachte dann das berühmte „Fass zum Überlaufen“ und ich entschied – jetzt ist es so weit. Vom Tag der Entscheidung bis zum Ende der festen Beschäftigung vergingen dann nochmals acht Monate …

3. Fragen, Suchen, Informieren

Einen Tag nach meiner Entscheidung zur Kündigung las ich eine Annonce in der Zeitung: „Beratung für Existenzgründer“. In unserem Bundesland gibt es so genannte „Ego-Piloten”, die Gründer auf ihrem Weg in die eigene Firma kostenlos beraten. Die Tipps von diesem Berater waren Gold wert und bis heute kann ich immer wieder auf dieses Netzwerk zurückgreifen. Durch den Ego-Piloten erfuhr ich von der Möglichkeit, aus der Arbeitslosigkeit heraus zu gründen und einen „Gründerzuschuss” zu beziehen. Nähere Infos dazu liefert die Agentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de, Stichwort „Existenzgründung“.
Über das „Gründercoaching Deutschland” fand ich einen weiteren Berater, der mir in allen Fragen der Gründung, Finanzierung, Antragstellung und Kundengewinnung weiter half. Interessanterweise ergab eine Info eine andere, so dass ich heute nur staunen kann, wie sich die einzelnen Bausteine aneinander fügten.

Labels: Arbeit, lebenswelten, Existenz, JobGeflüster


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