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Dossier Schön, oder?

 


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kevinruss/istockphoto.com

Unsere Gesellschaft betet Schönheit an. Der perfekte Körper ist vielfach zum Synonym für Glück geworden – da kann man eigentlich nur unglücklich werden. Doch wer hat diesen Standard eigentlich gesetzt? Ann-Kristin Wagner hat nachgeforscht.

Unsere moderne Gesellschaft betet Schönheit an. Schönheit hat längst „das höchste Gut“ des Menschen, die Gesundheit, überholt. Man strebt nach faltenfreiem Gesicht, ewiger Jugend, und legt sich dafür freiwillig unters Messer. Schönheit boomt. Auf der anderen Seite stellt das Thema für viele Frauen eine echte Herausforderung dar. Deshalb lohnt es sich, einen Blick hinter die Fassade zu werfen, und sich zu fragen: Wer prägt uns eigentlich? Wer definiert Schönheitsideale, wer setzt diese Maßstäbe? Die zum Teil alarmierenden Auswirkungen dieser Maßstäbe begegnen uns schließlich täglich in Form von magersüchtigen Models oder jungen Frauen mit Essstörungen.
Auch wenn viele das Wort Wirtschaftskrise inzwischen nicht mehr hören können, gibt es im Rahmen dieses allgegenwärtigen Damoklesschwertes immer wieder neue Studien und Erkenntnisse, die interessante Details über unsere Gesellschaft verraten. So wie neulich ein Artikel im Hamburger Abendblatt mit der markigen Überschrift „Milliarden für die Schönheit“ der feststellte, dass die Deutschen trotz Finanzkrise immer mehr Geld für Kosmetikartikel und Schönheits-OPs ausgeben. Erschreckend, oder? Fakt ist, dass Schönheit in Form von Wellness und Kosmetikbehandlungen immer leichter zugänglich und damit besser in unseren hektischen Arbeitsalltag zu integrieren ist. DasMotto dabei lautet: schnell und effektiv entspannen! „Schnell entspannen“ – das hört sich nach Zeitdruck an, getimte Erholung, auf zum nächsten Termin. Eigentlich ein Widerspruch in sich. Dennoch: „Das Bedürfnis nach kurzzeitiger Entspannung und Pflege nimmt zu“, sagt eine Konzernsprecherin des Kosmetikriesen Beiersdorf. Regeneration und Kosmetik im täglichen Umfeld von arbeitenden Menschen anzusiedeln – diese lukrative Wachstumsbranche haben die Kosmetikkonzerne Beiersdorf und Unilever bereits entdeckt. Die „Nivea-Häuser“ in Hamburg, Berlin und Dubai erfreuen sich wachsender Beliebtheit, ebenso wie das neu eröffnete Konzept der Konkurrenz, das „Dove Spa“ in Hamburg.

Quelle:joyce

Labels: Schönheit, Dossier, Schönheitsideale, Ann-Kristin Wagner


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